Netzhaut-Implantat soll Sehfähigkeit bei AMD wieder herstellen
Ein neu entwickeltes Netzhautimplantat namens PRIMA könnte Menschen mit altersbedingter Makuladegeneration (AMD) teilweise Sehfähigkeit zurückgeben. Der winzige Chip wird unter die Netzhaut eingesetzt und arbeitet mit einer Spezialbrille, die Bildinformationen erfasst und als Infrarotsignale überträgt. In einer Studie mit 38 Patienten verbesserten sich bei 81 Prozent der Probanden die Sehleistungen deutlich. Auch wenn das Verfahren ein monatelanges Training benötigt, eröffnet es erstmals die Aussicht auf eine teilweise Wiederherstellung des Sehens bei fortgeschrittener trockener AMD.
Chinesische Studie: Mikroplastik aus Reifen belastet die Augen
Eine chinesische Studie zeigt, dass Nanokunststoffe aus Reifenabrieb in Kombination mit dem Reifenantioxidans 6PPD die Augenentwicklung stark schädigen können. Experimente mit Zebrafischembryonen ergaben schwerere Fehlbildungen, Netzhautschäden, erhöhten Zelltod und beeinträchtigtes Sehverhalten. Nanokunststoffe reichern sich im Auge an und erhöhen dort die 6PPD-Konzentration. Die Forschenden warnen, dass solche Schadstoffkombinationen in Gewässern Umwelt- und möglicherweise langfristig auch Gesundheitsrisiken für Menschen verstärken könnten.
Wachstum und Expansion bei Augenoptikbetrieben
Der Markt ist ständig in Bewegung: Nicht wenige Augenoptiker fragen sich da: Sollen sie wachsen oder bewusst klein bleiben, um erfolgreich bestehen zu bleiben? Die optimale Größe eines Augenoptikbetriebs hängt laut Wachstumsexperte Professor Guido Quelle maßgeblich von Strategie, persönlichen Zielen und Marktumfeld ab. Während kleine, inhabergeführte Geschäfte durch individuelle Beratung, Spezialisierung und Nähe zum Kunden punkten können, erfordere Expansion zusätzliche Führungsstrukturen und betriebswirtschaftliche Aufgaben. Externe Beratung könne helfen, realistische Wachstumsstrategien zu entwickeln und die passende Betriebsstruktur wirtschaftlich umzusetzen.
Was Augenoptiker über die 2. Stufe des AI Act wissen müssen
Der AI Act der EU hat erstmals ein umfassendes Regelwerk für Künstliche Intelligenz geschaffen und gilt auch für kleine Betriebe wie Augenoptiker. Die Verordnung folgt einem risikobasierten Ansatz mit Verboten, strengen Regeln für Hochrisiko-KI und Transparenzpflichten bei geringerem Risiko. Betriebe gelten als Betreiber, wenn sie KI eigenverantwortlich nutzen, und müssen KI-Kompetenz sicherstellen. Für medizinische KI-Systeme gelten ab August 2026 Überwachungs-, Dokumentations- und Meldepflichten sowie Transparenz bei KI-erzeugten Inhalten.
Wirtschaftliche Lage in der Augenoptik durchwachsen
Eine Online-Umfrage des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) unter 928 Betrieben zeigt für 2025 eine gemischte wirtschaftliche Lage in der Augenoptik: 45 Prozent melden steigende Umsätze, während 25 Prozent stagnierende und 30 Prozent rückläufige Umsätze verzeichnen. Fast alle Betriebe bieten Brillen und die meisten Kontaktlinsen an, zwei Drittel zusätzlich eine Low-Vision-Versorgung. Gleichzeitig berichten 76 Prozent der Unternehmen von steigenden Kosten. Besonders bei Löhnen und im Wareneinkauf hätten sich diese 2025 deutlich erhöht.
