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Geöffneter Laptop auf Holztisch mit Kaffeetasse – Symbolbild für Online-Recherche

Medienschau Mai

Spannende Erkenntnisse aus der Welt der Augenoptik und wichtige Informationen für Ihren augenoptischen Betrieb finden Sie in unserer Medienschau.

Rauchen schädigt die Augen stärker als viele denken

Rauchen gehört zu den größten vermeidbaren Gefahren für die Augengesundheit. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft warnt daher vor den erheblichen Folgen des Rauchens für die Augengesundheit: Rauchen erhöht das Risiko für Erkrankungen wie altersabhängige Makuladegeneration, Grünen Star und Gefäßverschlüsse deutlich. Auch ungeborene Kinder sind durch Rauchen in der Schwangerschaft gefährdet, denn sie entwickeln später häufiger Augenfehlbildungen und Sehstörungen. Ein konsequenter Rauchstopp senkt das Risiko jedoch sofort und verbessert langfristig die Chancen auf den Erhalt des Sehvermögens – unabhängig vom Alter.

US-Forscher arbeiten an "lebenden Augentropfen"

Ein Forschungsteam der University of Pittsburgh entwickelt derzeit „lebende Augentropfen“ zur Behandlung von Hornhautverletzungen, wie doz-verlag.de berichtet. Dafür wurden natürlich vorkommende Augenbakterien gentechnisch so verändert, dass sie dauerhaft den entzündungshemmenden Wirkstoff Interleukin-10 freisetzen. In einem Mausmodell beschleunigte dies die Heilung der Hornhaut deutlich. Der Ansatz soll das Problem herkömmlicher Augentropfen lösen, deren Wirkstoffe schnell abtransportiert werden. Langfristig könnte daraus eine einmalige, dauerhaft wirksame Therapie für Erkrankungen der Augenoberfläche entstehen.

Augenoptik zwischen Stabilität und Strukturwandel

Der Branchenbericht 2025/2026 des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen zeigt eine insgesamt stabile Augenoptik-Branche mit leicht steigendem Umsatz, jedoch rückläufigem Brillenabsatz. Gleichzeitig – so eyebizz.de – nimmt der Strukturwandel zu: Kleine inhabergeführte Betriebe geraten durch fehlende Nachfolgelösungen und Marktkonzentration unter Druck. Der Online-Handel bleibt unbedeutend, während persönliche Beratung und individuelle Sehlösungen weiterhin entscheidend sind. Zudem gewinnen digitale Anwendungen und ergänzende Angebote an Bedeutung.

Gehirn korrigiert Augenbewegungen präzise

Forschende der Humboldt-Universität und der TU Berlin untersuchten, wie das Gehirn trotz schneller Augenbewegungen ein stabiles Bild erzeugt. Mithilfe von Nachbildern und Eye-Tracking zeigten sie, dass das Gehirn die Folgen von Augenbewegungen sehr präzise vorhersagt, jedoch mit einer kleinen systematischen Abweichung. Diese sogenannte Hypometrie könnte ein sinnvoller Anpassungsmechanismus sein. Laut optikernetz.de liefern die Ergebnisse neue Erkenntnisse zur visuellen Wahrnehmung und sind gleichermaßen relevant für Robotik, virtuelle Realität und klinische Forschung bei neurologischen Störungen.

Weiterhin Negativtrend in Berufsbildungsstatistik

Die aktuelle Berufsbildungsstatistik des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) zeigt für die Augenoptikbranche 2025 einen deutlichen Rückgang bei Ausbildung und Qualifikation. Wie optikernetz.de berichtet, sank die Zahl der Auszubildenden bundesweit auf 6.245, ebenso gingen Ausbildungsbetriebe und neu abgeschlossene Ausbildungsverträge zurück. Auch bei Gesellen- und Meisterprüfungen wurden weniger Teilnahmen und Abschlüsse verzeichnet. Die Bestehensquote der Gesellenprüfungen lag mit 80 Prozent leicht unter dem Vorjahresniveau. Damit setzt sich der negative Trend in der beruflichen Nachwuchsgewinnung bundesweit weiter fort.