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Augenschutz beim Winterspaziergang

Im Winter scheint die Natur besonders märchenhaft: verschneite Landschaften, die in der Sonne glitzern und Bäume, die unter einer dicken Schneedecke in weißem Glanz erstrahlen. Während lange Spaziergänge durch die Winterwelt verlockend sind, wird der Augenschutz dabei oft vergessen. Dabei kann schädliche UV-Strahlung die Augen auch im Winter schädigen und zu schmerzhafter Schneeblindheit führen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihre Augen bei winterlichen Wanderungen optimal schützen können.

Das Bild zeigt eine verschneite Landschaft mit Bäumen an einem sonnigen Tag.

Foto: iStock/Алексей Филатов

Extremfall: Schneeblindheit

Das Phänomen der Photokeratitis, umgangssprachlich auch bekannt als Schneeblindheit, entsteht durch eine Überbelastung der Augen durch UV-Strahlung. Besonders in Skigebieten oder wenn der Schnee das Sonnenlicht stark reflektiert, sind die Augen einer intensiven UVB-Strahlung ausgesetzt. Auch beim Wandern auf Gletschern oder beim Sonnenbaden auf einer verschneiten Alm können Horn- und Bindehaut durch diese Strahlung geschädigt werden.

Die Folgen einer Schneeblindheit sind in der Regel äußerst schmerzhaft und machen sich meist erst einige Stunden später bemerkbar. Zu den typischen Symptomen gehören:

  • Fremdkörpergefühl wie „Sand in den Augen“
  • Tränende Augen
  • Hornhaut- und Bindehautentzündungen
  • Zwanghaftes Zwinkern durch erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • Leichte Sehstörungen
  • Sonnenbrand der Haut um die Augen

In den meisten Fällen klingen die Beschwerden nach 24 bis 48 Stunden ab. Dennoch sollten Sie den Schutz Ihrer Augen nicht unterschätzen: Unbehandelt kann Schneeblindheitlangfristig zu schwerwiegenden Entzündungen führen und im schlimmsten Fall das Risiko für eine dauerhafte Sehbeeinträchtigung erhöhen.

Um Ihre Augen das ganze Jahr über optimal vor UV-Strahlung zu schützen, ist es nicht nur wichtig, eine passende Sonnenbrille zu tragen. Achten Sie zusätzlich auf das richtige Verhalten im Freien: In verschneiten Gebieten reflektiert der Schnee bis zu 80 % des Sonnenlichts, was die UV-Strahlung erheblich verstärken kann. Vermeiden Sie daher längere Aufenthalte in der mittäglichen Sonne, wenn die Strahlung besonders intensiv ist. Genauso wichtig ist es, auch bei bewölktem Himmel auf den UV-Schutz zu achten, da UV-Strahlen auch durch Wolken hindurch wirken können.

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Titelfoto: iStock/hopsalk