Mindestens drei Zeichen erforderlich.

Visus & Vergrößerungsbedarf

Was ist der Visus?

Der Visus (auch Sehschärfe genannt) beschreibt, wie gut wir Details im Alltag erkennen können – zum Beispiel kleine Schrift oder Einzelheiten in der Ferne. Je präziser ins Auge einfallende Lichtstrahlen auf der Netzhaut fokussiert werden, desto schärfer sehen wir. Ein Visus von 1 entspricht dabei einer normalen, guten Sehschärfe – liegt der Wert darunter (z. B. zwischen 0,1 und 0,9), können Sehhilfen dabei unterstützen, die Sehschärfe zu verbessern.

Was beeinflusst den Visus?

Der Visus wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst – sowohl durch den Sehapparat selbst als auch durch äußere Einflüsse. Zu Einschränkungen der Sehschärfe kann es beispielsweise kommen, wenn die Augenmedien wie Hornhaut, Linse oder Glaskörper im Zusammenspiel die einfallenden Lichtstrahlen nicht auf der Netzhaut fokussieren, sondern davor (Kurzsichtigkeit), dahinter (Weitsichtigkeit) oder nicht punktförmig abbilden (Asstigmatismus). Darüber hinaus führen Schädigungen der Augenmedien, der Netzhaut oder des Sehnervs zu Einschränkungen der Sehschärfe.

Wie wird der Visus bestimmt?

Um Fehlsichtigkeiten zu korrigieren, ermitteln Augenärzte und Augenoptiker den Visuscc (lat. visus cum correctione) – also die Sehschärfe mit der bestmöglichen Korrektion. Für die Visusbestimmung stehen verschiedene genormte Sehzeichen zur Verfügung:

Landolt-Ringe

Snellen-Haken

Zahlen

Buchstaben

Symbole

Diese Sehzeichen unterscheiden sich zwar in Form und Aussehen, haben aber etwas entscheidendes gemeinsam: Sie werden in einem vorgegebenen Prüfabstand mithilfe von Schrifttafeln oder Sehzeichenprojektoren gezeigt. Dabei sind die Größenverhältnisse der Sehzeichen so angelegt, dass ihre Größe immer dem Fünffachen ihrer Strichbreite entspricht – beim Landolt-Ring außerdem der Lücke im Ring.
 
Erkennen Sie bei der Visusbestimmung ein Sehzeichen gerade noch, dessen Strichbreite Ihnen in unter einer Winkelminute erscheint, so entspricht dies einem Visus von 1. Bei einem Visus von nur 0,5 muss das Sehzeichen die doppelte Größe haben, um noch erkannt zu werden.

Wenn die Brille nicht mehr ausreicht

Reicht die Sehschärfe trotz optimaler Korrektur (Visuscc) nicht mehr aus, kann der Visusabfall durch eine Vergrößerung der Netzhautbilder ausgeglichen werden. Wie hoch diese Vergrößerung sein muss, beschreibt der Vergrößerungsbedarf. Dieser ergibt sich aus:

Vergrößerungsbedarf = Visusbedarf/Visuscc

Der Visusbedarf hängt von der jeweiligen Sehaufgabe ab und kann stark variieren:

Visusbedarf Sehaufgabe
Visuscc 0,8 Lesen von Fahrplänen
Visuscc 0,7 Lesen eines Telefonbuchs
Visuscc 0,5 Zeitunglesen
Visuscc 0,4 Fernsehen
Visuscc 0,1 Orientierung im Freien

Der benötigte Visus ergibt sich aus der jeweiligen Sehaufgabe. Das bedeutet auch, dass für unterschiedliche Sehaufgaben häufig unterschiedliche Sehhilfen benötigt werden. Neben der reinen Vergrößerung spielen auch die Umgebungsbedingungen eine wichtige Rolle: Eine gute, kontrastreiche Beleuchtung kann die Sehleistung deutlich verbessern – und den benötigten Vergrößerungsbedarf reduzieren. Viele unserer vergrößernden Sehhilfen sind deshalb mit moderner LED-Technik ausgestattet und sorgen mit einer leistungsstarken und gleichmäßigen Ausleuchtung für einen besseren Sehkomfort.

Für jede Aufgabe die richtige Sehhilfe

Das umfangreiche Sortiment von Eschenbach Optik bietet Ihnen eine große Auswahl an vergrößernden Sehhilfen, die für unterschiedlichste Sehaufgaben optimiert sind.

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