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Branchennews September

Covid-19 kann langfristige Augenprobleme verursachen

Eine Studie der Universität Linköping zeigt, dass selbst milde Covid-19-Verläufe langanhaltende Augenprobleme verursachen können, die bislang unerklärt blieben. Laut eyebizz.de fanden Forschende bei Betroffenen Entzündungen, Nervenbeeinträchtigungen, gestörte Pupillenreaktionen und Probleme beim Zusammenspiel beider Augen. Untersucht wurden 100 Betroffene und 32 Kontrollpersonen. Spezielle Tests und Proteomanalysen ermöglichten objektive Nachweise. Zwei entwickelte Diagnosemodelle sollen künftig die Erkennung des postinfektiösen Augensyndroms verbessern und damit eine Grundlage für gezieltere Behandlungen in der Augenheilkunde schaffen.

Neue Hoffnung bei feuchter AMD: Implantat statt Augenspritzen

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) zählt zu den wichtigsten Ursachen für Sehbeeinträchtigungen im höheren Lebensalter und betrifft in Deutschland Millionen Menschen. Besonders die seltenere feuchte Form kann rasch fortschreiten und erfordert bislang regelmäßige Augeninjektionen. Die Medizinische Hochschule Hannover erprobt in der Studie Sightspire eine Alternative: Ein kleines, nachfüllbares Port-Delivery-System wird ins Auge implantiert und setzt kontinuierlich ein Medikament frei. Dadurch können notwendige Klinikbesuche seltener werden und die Belastung für Betroffene deutlich sinken.

Aderhautmelanom: Jeder Monat ohne Therapie zählt

Das Aderhautmelanom ist der häufigste bösartige Augentumor bei Erwachsenen. Eine internationale Metastudie zeigt, dass die Tumoren mit zunehmender Größe schneller wachsen und Behandlungsverzögerungen das Sterberisiko deutlich erhöhen. Im Durchschnitt verdoppelt sich ihr Volumen innerhalb von zwölf Monaten. Besonders bei großen Tumoren steigt das 10-Jahres-Sterberisiko pro unbehandeltem Monat um rund vier Prozentpunkte. Experten der DOG-Sektion Ophthalmologische Onkologie betonen deshalb die Bedeutung einer frühen Diagnose und raschen Therapie für bessere Überlebenschancen und möglichst augenerhaltende Behandlungen.

Neue Nachhaltigkeitsregeln schaffen mehr Klarheit und Vertrauen

Ab 27. September 2026 gelten strengere Regeln für die Umwelt- und Nachhaltigkeitswerbung. Mit der Umsetzung der EU-Richtlinie EmpCo sollen Verbraucher besser vor Greenwashing geschützt werden, so optikernetz.de. Allgemeine Aussagen wie „klimafreundlich“ oder „nachhaltig“ müssen künftig ausreichend belegt sein. Auch Bilder, Symbole und Siegel sind betroffen. Nachhaltigkeitslabels benötigen eine staatliche Anerkennung oder ein gesetzeskonformes Zertifizierungssystem. Auch Augenoptikerbetriebe sollten deshalb ihre Websites, Social-Media-Beiträge, Flyer, Anzeigen und weitere Werbemittel sorgfältig überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Sehnerventzündungen ermöglichen frühere MS-Diagnosen

Multiple Sklerose ist eine chronische Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems, bei der eine möglichst frühe Diagnose entscheidend ist. Die 2024 aktualisierten McDonald-Kriterien sollen die Erkennung verbessern. Forschende der Medizinischen Hochschule Hannover untersuchten nun, welchen Beitrag neue diagnostische Merkmale wie Veränderungen am Sehnerv leisten. Ihre Studie zeigt: Durch die erweiterten Kriterien können deutlich mehr Betroffene bereits bei der ersten Untersuchung identifiziert und dadurch früher einer geeigneten Behandlung zugeführt werden als bislang.