Oft passiert es ganz plötzlich und unerwartet im Alltag: Ein Augenlid beginnt ohne erkennbaren Grund zu zucken und verursacht ein unangenehmes Gefühl am Auge. Aber was ist eigentlich die Ursache für Augenzucken? Und wie können Sie dem vorbeugen? Mehr dazu erfahren Sie in diesem Artikel.
Was ist Augenzucken?
Bei Augenzucken, in der Medizin auch Myokymie genannt, handelt es sich um ein unwillkürliches Zucken der Lidmuskulatur. Betroffen sind dabei die Fasern des Augenringmuskels, der sich rund um das Auge zieht. Auch die Fasern des Augenlidhebers können betroffen sein. Da die Augenmuskulatur sehr empfindlich ist, ist sie besonders anfällig für unerwünschte Muskelkontraktionen. Meistens zuckt dabei jeweils nur ein Augenlid in unregelmäßigen Zeitabständen.
Häufige Gründe für Augenzucken
Die Ursachen für Augenzucken sind vielseitig – was der genaue Auslöser für zuckende Augenlider ist, ist oft nicht eindeutig erkennbar. Mögliche Gründe können sein:
Stress
Stress und Anspannung haben weitreichende Auswirkungen auf unseren Körper. Stresshormone wie Adrenalin oder Cortisol können unter anderem die Muskelaktivität und Nervensignale in unserem Körper verstärken. Dies kann zu den typischen Zuckungen am Auge führen.
Müdigkeit oder Schlafmangel
Auch Müdigkeit oder Schlafmangel können Auslöser für unkontrollierbare Muskelzuckungen sein. Die fehlende Regeneration des Körpers beeinträchtigt das Nervensystem und macht unsere Muskeln empfindlicher gegenüber Reizen. Schlafmangel erhöht zudem das Stressniveau.
Überanstrengung der Augen
Heutzutage verbringen wir oft viel Zeit vor Bildschirmen – sei es unser Smartphone, der Laptop im Büro oder auch der Fernseher. Intensive Bildschirmnutzung sorgt für digitalen Stress, der zu einer Überanstrengung der Augen führen kann. Die Erschöpfung der Augenmuskeln kann die Wahrscheinlichkeit für unwillkürliches Zucken erhöhen.
Nährstoffmangel
Augenzucken kann auch durch einen Nährstoffmangel, insbesondere einen Mangel an Magnesium, verursacht werden. Magnesium spielt eine wichtige Rolle bei der Nervenübertragung und Muskelkontraktion.
Lebensstil
Der Konsum von Alkohol kann die Nervenfunktion beeinträchtigen und zu Dehydration führen, was Muskelzuckungen begünstigt. Auch Nikotin und Koffein haben einen Einfluss auf unsere Muskelaktivität, da sie die Nerven stimulieren.
Allergien
Auch Allergien wie beispielsweise Pollen-, Staub- oder Tierhaarallergie können Augenzucken verursachen. Allergische Reaktionen führen zu Symptomen wie Juckreiz, Rötung und Tränenfluss, die das Augenlid reizen. Diese Reizungen können die Anfälligkeit der Augenmuskeln für unwillkürliche Kontraktionen erhöhen.
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Wann sollten Sie bei Augenzucken einen Augenarzt aufsuchen?
Augenzucken ist in der Regel harmlos und verschwindet meist nach einigen Minuten von selbst wieder. Wenn es über längere Zeit anhält, häufig ohne erkennbaren Grund auftritt oder von anderen Symptomen wie Sehstörungen, Schmerzen oder Rötungen begleitet wird, sollten Sie schnellstmöglich einen Augenarzt aufsuchen. So können ernsthafte Erkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Ob Sie unter Augenzucken leiden oder nicht – es ist generell sinnvoll, regelmäßig einen Augen-Check Up bei einem Augenoptiker oder Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Augenarzt wahrzunehmen.
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