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Der Augendruck einer Frau wird von einer Ärztin mit Hilfe eines Tonometers.

Augeninnendruck verstehen: Bedeutung für die Augengesundheit und moderne Messmethoden

Unsere Augen gehören zu unseren empfindlichsten Organen, und der Augeninnendruck spielt eine zentrale Rolle für ihre Gesundheit. Ein dauerhaft erhöhter Druck kann langfristig den Sehnerv schädigen und die Sehkraft beeinträchtigen - oft lange, bevor Betroffene erste Symptome bemerken. Umso wichtiger ist es, den Augeninnendruck zu verstehen, Risikofaktoren zu kennen und regelmäßige Kontrollen wahrzunehmen. 

In diesem Artikel erfahren Sie:

●  Was der Augeninnendruck ist

●  Warum ein normaler Augeninnendruck so wichtig ist

●  Ursachen für Abweichungen

●  Welche Messmethode Augenärzte nutzen

●  Tipps zur Prävention für gesunde Augen

Was ist der Augeninnendruck?

Der Augeninnendruck (intraokularer Druck) ist der Druck, der auf der Augeninnenwand lastet. Er sorgt dafür, dass der Augapfel seine kugelige Form behält und dass der Abstand zwischen Hornhaut, Linse und Netzhaut gleichbleibt. Der Augeninnendruck wird durch das Kammerwasser reguliert. Dieses wird vom Ziliarkörper gebildet und in die hintere Augenkammer abgegeben. Von dort gelangt es durch die Pupille in die vordere Augenkammer und fließt zum größten Teil über das Trabekelwerk des Kammerwinkels ab.

Warum ist ein normaler Augeninnendruck wichtig für die Gesundheit?

Ein stabiler Augeninnendruck ist entscheidend für eine langfristige Gesundheit des Auges. Erhöht sich die Menge des Kammerwassers, weil weniger abfließt als produziert wird, steigt der Augeninnendruck. Dauerhaft kann der erhöhte Druck den Sehnerv schädigen und im schlimmsten Fall zu Sehverlust führen. Da ein erhöhter Augeninnendruck oft keine frühen Symptome verursacht, ist eine regelmäßige Kontrolle besonders wichtig. Früh erkannt, lässt sich zum Beispiel das Risiko für eine dauerhafte Schädigung von Nervenfasern des Sehnervs (Glaukom) deutlich reduzieren.

Wenn der Druck steigt: Ursachen und Risiken

Ein erhöhter Augeninnendruck kann viele Ursachen haben. Häufige Risikofaktoren sind:

●  Verletzungen am Auge

●  Bluthochdruck

●  Starke Fehlsichtigkeit

●  Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes

●  Schilddrüsenüberfunktion

●  familiäre Vorbelastung

Nicht jeder erhöhte Druck führt automatisch zu einem Glaukom - aber er erhöht das Risiko. Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend.

 

So untersuchen Augenärzte den Augeninnendruck

Ab dem 40. Lebensjahr wird empfohlen, den Augeninnendruck regelmäßig beim Augenarzt kontrollieren zu lassen. Bei der Tonometrie misst man mit dem sogenannten Tonometer den Druck auf die Hornhaut. Weitere augenärztliche Untersuchungen, wie die des Augenhintergrunds (Ophthalmoskopie), des Gesichtsfelds (Perimetrie) oder der Dicke der Hornhaut (Pachymetrie), können auf einen erhöhten Augeninnendruck hindeuten.


Bei Bedarf wird ein erhöhter Augeninnendruck meist medikamentös oder durch eine Lasertherapie behandelt. Operationen sind nur in besonders schweren Fällen erforderlich.

Prävention leicht gemacht: Tipps für gesunde Augen

Es gibt einfache Maßnahmen, die helfen, den Augeninnendruck im gesunden Bereich zu halten und die Augengesundheit langfristig zu unterstützen:

●  Stressmanagement - Stress kann den Augeninnendruck beeinflussen

●  Gesunde Ernährung - viel Vitamin A, C, E;, weniger Koffein)

●  Pausen bei Bildschirmarbeit - entlastet die Augen

●  Regelmäßige Bewegung - fördert die Durchblutung

●  Ausreichend trinken - unterstützt den Stoffwechsel

Zusätzlich bleibt die Vorsorgeuntersuchung beim Augenarztunverzichtbar, da sie der beste Schutz vor langfristigen Schäden ist.

 

Fazit: Augeninnendruck im Blick behalten - für langfristige Augengesundheit

Ein gesunder Augeninnendruck ist entscheidend für die Stabilität und Funktion unserer Augen. Regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt, ein bewusster Lebensstil und frühzeitiges Erkennen von Risikofaktoren sind die wichtigsten Schritte, um den Sehnerv zu schützen... Wer auf seinen Augeninnendruck achtet, investiert in die eigene Sehfähigkeit heute - heute und in Zukunft.

 

Titelfoto: iStockphoto.com/DigitalSoul